Aliana – Engel der Finsternis
Hans Jürgen Hetterling

Horror, Band 1 der Dilogie

359 Seiten
ISBN: 9783947721030
Preis TB: 11,99 €
Preis eBook: 4,99 €

Nach dem vermeintlichen Unfalltod seiner Familie wird Howard Price von rätselhaften Visionen heimgesucht. Es verschlägt ihn von New York in die tiefste englische Provinz, wo er allerdings nicht sich selbst, sondern große Leidenschaft und noch größere Gefahr finden soll.

Geisterhafte Stimmen und grauenhafte Albträume sind nur der Anfang auf seinem Weg in den Wahnsinn. Wäre da nicht Aliana, die schöne, dunkle Unbekannte, die ihm helfen zu wollen scheint. Und tatsächlich wird sie nicht nur seine Unterstützerin, sondern seine Geliebte. Dieser Umstand ruft jedoch weit größere, bösere Mächte auf den Plan, als Howards finstere Träume es je hätten voraussagen können.

So muss Howard schließlich erkennen: Er ist nicht zufällig hier!

Presse-Spiegel

„An sich eine sehr gut geschriebene und erfrischende Vampirgeschichte, in der es nicht um Kuschelvampire geht, sondern diese Wesen als blutdurstige Untote dargestellt werden, die morden, um zu überleben und Dinge wie Blutkonserven oder Tierblut eben einfach nicht reicht.“ – Melanie Werner, AMJ BookWorld

„Getragen von malerischen Worten, vereint „Aliana – Engel der Finsternis“ trotz kleiner Schwächen ein anregendes Trio aus Horror, Mystik und Erotik.“ – Janina Bittmann, Die Buchlilie

Mystic Moments

Hans Jürgen Hetterling über die „Aliana“-Dilogie

Am Anfang meines Vampirromans stand keine Idee, sondern eine reale Begegnung. Die Ausgangssituation war eine denkbar ungünstige. Softromantic-Autorinnen (und Regisseure) hatten aus dem Genre Vampir-Roman eine Teenie-Schnulze gemacht, die kaum etwas mit den literarischen (Dracula, Carmilla) oder cineastischen (Nosferatu, C. Dreyers Vampir, die alten Hammer-Filme) Pionieren zu tun hatte. Geschweige denn mit modernen, harten Varianten – man denke nur an die Romane G. Mastertons oder B. Lumleys hierzu. Oder an Filme wie Vampire Nation, Near Dark, From Dusk till Dawn …

Zu allem Unglück hatte ich mich von mehreren Seiten dazu überreden lassen, meine Suche nach dem, „was die Welt im Innersten zusammenhält“ nicht mehr in den Tiefen der Unterwelt und in den Schatten abzuhalten, sondern in den höchsten Sphären der Himmel. Meine schwarzen Kutten hingen im Schrank, die Gitarre wurde (vorübergehend) eingemottet, ich pinselte Engel und schrieb einen Text mit dem Titel „Die sieben Weihen“. Zudem wandelte ich, ganz modern, im Internet, auf Partnersuche und als diese endlich von Erfolg gekrönt wurde und mir meine heutige Lebensgefährtin gegenübersaß, bekam ich recht früh von ihr den Satz zu hören: „Zieh mal dein weißes Hemdchen aus. Das bist nicht du.“

Mehr als erstaunt erzählte ich ihr, was ich jahrelang so gemacht hatte. Horror, Black Metal, Gothic. Friedhofslyrik, schwarze Romantik, magische Rituale, Nachtspaziergänge im Wald und auf Friedhöfen, immer auf der Suche nach der Anderswelt. Der Nachtzeitwelt. Mir schlug – erstmals! – eine Welle echter Neugier entgegen. „Dann nimm mich das nächste Mal mit!“ In jeder Beziehung zuhause angekommen wurde die Idee zu „Aliana“ gemeinsam nachts auf einer Burgruine geboren. Ich höre schon wieder laute Rufe „Klischeee …!“ War aber so.

Fledermäuse umflatterten uns im orangefarbenen Schein starker Halogen-Lampen. Es muss modern sein. Und dennoch für die Ewigkeit. Und klassisch. Tierverwandlungen, aber keine Fledermäuse. Zu oft. Warum keine Raben …?
Eine starke Frau. Sinnlich, romantisch, umweht vom Hauch vergangener Jahrhunderte. Und tough. Bestimmt würde so jemand heute seine Beute über das Internet suchen. Der Held muss stark sein. Und verletzlich. Er muss Entsetzliches hinter sich haben, fast wie im realen Leben. Und ein Fluch aus uralter Zeit, der beide zusammenbindet. Das reine Böse …

Selbstverständlich soll das Ganze nicht zu einer Teenie-Schnulze verkommen. Horror muss hart sein. Er muss weh tun. Richtig weh. Das Leben selbst gab die Hinweise auf die Eigenschaften und Schrullen mancher Nebenfiguren. Die resolute Norma, ihr sehr dem Gerstensaft zugetaner Exmann, der weltoffene Father Roland, der im Buch gleich zweimal hinter die Fassade der Dinge schauen darf … Was er dort findet …? Eine Geschichte – unsere Geschichte. Zurückübersetzt in die Sprache des Mythos, aller Zeit enthoben, zeitlos, ewig.
Natürlich haben nicht alle Figuren reale Entsprechungen. Schließlich gibt es ja gar keine Werwölfe und auch keine Vampire.
Oder? Oder …?